Kinder: weniger, ärmer, jünger!

Weiterhin erschütternde Kinderarmut in Niedersachsen

Hannover, 20. Juli 2015

Nach der Vorstellung der Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen 2015 (HSBN) in Hannover zog Monika Placke, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände Niedersachsen, das Fazit: „Hier wurde erneut in erschreckender Deutlichkeit klar, dass die Entscheidung für Kinder nach wie vor ein hohes Armutsrisiko birgt. Die Mindestsicherungsquoten sind umso höher, je jünger die Kinder sind.“

Mindestsicherungsempfänger in Niedersachsen 2013 Bevölkerung Mindestsicherungsquote Gesamt 7.791.000 9,1 % Unter 15 jährige 1.050.000 15,9 % 0- unter 5jährige 316.000 18,4 % 5- unter 10jährige 340.000 16,6 % 10– unter 15jährige 394.000 13,4 %

Quelle: http://www.sozialberichterstattung-niedersachsen.de/index.cfm?uuid=CD2265FBC2975CC8A0DE8A9DB4464D64&and_uuid=6B1DF046F932D166BE0CB508DE924FF8 Der Bericht wird im Laufe des Monats Juli veröffentlicht werden.

Alleinerziehende und kinderreiche Familien tragen ein besonders hohes Armutsrisiko. Die Gründe sind vielfältig:

„Wir sehen einen eklatanten Widerspruch zwischen demografischen Wünschen sowie familienpolitischen Versprechungen einerseits und der erlebten Realität andererseits“, sagt Monika Placke. Die Familienverbände fordern, dass statt ganzer Maßnahmenbündel für Kinder aus armen Familien eine bedarfsorientierte Grundsicherung für Kinder geprüft werden sollte. Das Elterngeld darf nicht mehr auf ALG-II- und Sozialhilfeleistungen angerechnet werden, um den Start mit Kind zu erleichtern.

Kontakt:

Monika Placke, Tel. 0541-25584, E-Mail info@vamv-niedersachsen.de Christine Volland, Tel. 0511-3604-110, E-Mail geschaeftsstelle@agf-niedersachsen.de