Förderung von Wohneigentum für Familien

Hannover, 12. Januar 2017

Die Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände (AGF) begrüßt die aktuelle Diskussion über eine erleichterte Wohneigentumsbildung für Familien. „Aufgrund der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt und im Hinblick auf die Vorsorge für das Alter wäre es gut, wieder eine Eigentumsförderung für Familien mit kleineren bis mittleren Einkommen einzuführen,“ sagte dazu heute Bernd Heimberg, Vorsitzender der AGF, in Hannover. „Wichtig ist dabei, dass Neubau und Bestandsimmobilien gleich hoch gefördert werden, um eine Zersiedlung durch isolierte Neubaugebiete ohne Infrastruktur, wie sie zu Zeiten des alten Baukindergeldes häufig zu beobachten war, zu vermeiden.“ Auch das Erlassen der Grunderwerbssteuer beispielsweise unterhalb gewisser Einkommensgrenzen sei ein interessanter Gedanke.

Für das familiengerechte Wohnen ist Wohneigentum die geeignetste Form, besonders auch wegen der Bedeutung für die Altersvorsorge. Hier sind Eltern sonst oft benachteiligt: die eigenen Rentenansprüche sind wegen erziehungsbedingter Erwerbsunterbrechungen und -einschränkungen meist zu niedrig, um im Alter noch eine höhere Miete finanzieren zu können und private Vorsorge ist wegen der finanziellen Aufwendungen für die Kinder und volle Verbeitragung in der umlagefinanzierten Sozialversicherung schwer möglich. Hinzu kommt, dass das Angebot für bezahlbare größere Wohnungen, insbesondere im städtischen Bereich, sehr gering ist, so dass Familien mit mehreren Kindern es schwer haben, eine angemessene Wohnsituation zu realisieren.

Kontakt:

Bernd Heimberg, Tel. 0511-3604-265, E-Mail bernd.heimberg@diakonie-nds.de
Christine Volland, Tel. 0511-3604-110, E-Mail geschaeftsstelle@agf-niedersachsen.de