Familien sind größter Pflegedienst der Nation

Verbände fordern familiengerechte und solidarische Finanzierung der Pflege

Hannover, 28. März 2012

Aus Anlass der Beratung des aktuellen Gesetzesentwurfs der Bundesregierung zur Pflegereform im Bundeskabinett am heutigen Mittwoch hat die Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen (AGF) erneut einen gesetzlichen Rechtsanspruch für eine Familienpflegezeit gefordert. "Familien sind der größte Pflegedienst der Nation", so Alfons Gierse, Vorsitzender der AGF. "Um die familiären Pflegepotentiale nachhaltig abzusichern dürfen die Bedürfnisse der pflegenden Angehörigen nicht den Anforderungen der Arbeitswelt untergeordnet werden", forderte der Vertreter der Familienverbände. Dazu zählten auch mehr Zeit für die Pflege und eine angemessene finanzielle Unterstützung der pflegenden Angehörigen. Gierse betonte, dass ohne die Leistungen der Familien das Pflegesystem nicht tragfähig ist. Häusliche Pflege könne aber auf Dauer nur verlässlich geleistet werden, wenn die pflegenden Angehörigen zeitlich, psychisch und finanziell nicht überfordert werden.

Die in der AGF zusammengeschlossenen Familienverbände haben eine gemeinsame Position zur Zukunft der Pflege entwickelt. Zentrale Forderungen darin sind die rasche Einführung eines erweiterten Pflegebedürftigkeitsbegriffs, die Einführung eines lebensphasenübergreifenden Optionszeitenmodells zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie Vorschläge zu einer nachhaltigen, familiengerechten und solidarischen Finanzierung der Pflegeversicherung.

Für weitere Informationen:

Alfons Gierse, Vorsitzender, Tel. 04441-872-203, E-Mail: agierse@bmo-vechta.de Christine Volland, Geschäftsführerin, Tel. 0511-3604-110, E-Mail: geschaeftsstelle@agf-niedersachsen.de