Ausbau des Unterhaltsvorschusses – Gutes Ergebnis mit Einschränkungen

Hannover, 27. Januar 2017

Die Arbeitsgemeinschaft der Familienverbände in Niedersachsen ist erfreut über das erzielte Ergebnis bei den Verhandlungen über eine Ausweitung der Altersgrenze und Bezugsdauer bei den Unterhaltsvorschusszahlungen. „Damit hat die Politik die jahrzehntelangen Forderungen der Familienverbände endlich aufgegriffen und einen Realitätsbezug erkennen lassen“, sagt Bernd Heimberg, Vorsitzender der AGF Niedersachsen. „Durch den gefundenen Kompromiss wird die Situation Alleinerziehender und derer Kinder spürbar verbessert. Enttäuschend ist hingegen die Einschränkung, dass Kinder, die auf Leistungen nach dem SGB II (Hatz IV) angewiesen sind, hiervon ausgenommen sind“, so Bernd Heimberg weiter.

Die AGF ist der Auffassung, dass daran gearbeitet werden muss, die rechtlichen Mittel zur Durchsetzung von Zahlungsansprüchen gegenüber dem unterhaltspflichtigen Elternteil (in über 90% Väter) zu erweitern. Denn der staatliche Unterhaltsvorschuss ist zwar eine wichtige finanzielle Leistung, aber auch „nur“ ein Ersatz, der Kindern geschiedener oder getrennt lebender Eltern, deren anderer Elternteil keinen Kindesunterhalt zahlt oder zahlen kann, eine finanzielle Absicherung garantiert.

Kontakt:

Bernd Heimberg, Tel. 0511-3604-265, E-Mail bernd.heimberg@diakonie-nds.de
Christine Volland, Tel. 0511-3604-110, E-Mail geschaeftsstelle@agf-niedersachsen.de