Präambel

Familienpolitik ist Zukunftspolitik

Die Gründung einer eigenen Familie nimmt in den Lebensentwürfen junger Menschen nach wie vor einen herausragenden Platz ein. Dreiviertel der bundesdeutschen Bevölkerung ist davon überzeugt, vor allem in einer Familie glücklich werden zu können. Gleichwohl kommen Wunsch und Wirklichkeit immer häufiger nicht zur Deckung. Der Geburtenrückgang ist anhaltend: Immer weniger Kinder werden geboren, auch weil die potentielle Elterngeneration bereits stark geschrumpft ist. Der Wunsch, in Familien zu leben, konkurriert mit anderen Lebensentwürfen von Männern und Frauen.

Die relativen Anforderungen an Familien als Lebens - und Solidargemeinschaft und die ökonomischen Belastungen und Unsicherheiten der Familien waren selten so groß wie heute. So sind die Erwartungen an die Pflege-, Betreuungs- und Erziehungsleistungen der Familien höher als früher. Gleichzeitig sind die Aufwendungen, die mit der Erbringung dieser Leistung verbunden sind, gestiegen. Globalisierung, Informationsgesellschaft und Flexibilisierung von Zeitstrukturen stellen Familien vor große Herausforderungen.

Auf Familien kommt es an

Die in und von Familien erbrachten Leistungen sind weit mehr als nur Privatangelegenheiten Einzelner; für Staat und Gesellschaft sind sie unverzichtbar und haben konstitutive Wirkung: Soziale Sicherheit, Arbeitsmarkt und Bildung bauen auf Leistungen der Familie auf. Die Familie ist Grundlage für Wirtschaftsentwicklung und Wohlfahrt, zugleich fördert sie die alltägliche Lebensqualität und Lebenskultur aller Menschen unseres Landes. Ohne Familien ist kein Staat zu machen - Reformen müssen dieses Fundament stabilisieren.

Familienpolitik ist Querschnittspolitik

Familienpolitik ist ein zentrales Feld der Gesellschaftspolitik, welches alle politischen Ebenen mit einbindet. Entscheidungen in nahezu jedem Politikbereich beeinflussen die Lebenslage von Familien. Familienpolitik reicht tief in die Sozialpolitik, in die Renten-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik, aber auch in die Finanz -, Wirtschafts - und Bildungspolitik.

Eine verantwortliche Politik für Familien kann nur im Zusammenspiel aller Politikbereiche gelingen.

Achtung und Förderung der Familien und Kinder muss zum zentralen Leitbild der Politik werden

Der Staat ist verpflichtet, dem Auftrag des Grundgesetzes zu entsprechen und Ehe und Familie besonders zu schützen (Art.6, Abs. 1 Grundgesetz). Eine darauf aufbauende Familienpolitik muss hierbei die Vielfalt der Lebenslagen und Lebensentwürfe von Familien anerkennen.

Familie tritt heute in vielfältigen Formen auf: Ehe bezogene Familien, Einelternfamilien, Mehrgenerationenfamilien, Familie mit Kindern aus vorhergehenden Partnerschaften, nichteheliche Lebensgemeinschaften und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften.

So gilt es, gute Lebensbedingungen für Familien und eine kinder- und familienfreundliche Umwelt zu erhalten, zu schaffen und strukturelle Benachteiligungen abzubauen. Hierzu gehört auch die Förderung der Solidarität mit sozial benachteiligten Familien und die Integration kultureller Erfahrungsräume von Familien mit Migrationshintergrund.

Die AGF - Politik für Familien

Die AGF und die in ihr zusammengeschlossenen Familienverbände übernehmen in vielfacher Hinsicht eine „Scharnierfunktion“ zwischen Familien und der staatlichen Familienpolitik: Die AGF vertritt familienpolitische Anliegen in der Öffentlichkeit und im Dialog mit Regierung, Parlamenten und politischer Administration. Darüber hinaus sucht die AGF den Dialog mit gesellschaftlichen Organisationen und Verbänden, erarbeitet Perspektiven für die Weiterentwicklung der familienpolitischen Rahmenbedingungen und macht den Stellenwert der Familie in und für die Gesellschaft und den Handlungsbedarf in der Familienpolitik immer wieder deutlich. Auf der Grundlage ihres Grundsatzprogrammes wirkt die AGF im Land Niedersachsen zum Wohl und zur Zukunftsfähigkeit von Familien mit.

Die AGF - Gebündelte Kraft für Familien in Niedersachsen

Seit ihrer Gründung 1978 arbeiten in der AGF zusammen: